- Bei Arzt-oder Rechtsanwaltspraxen soll die Tür nicht offenstehen, jedoch während der Besuchszeit durch die Betätigung des Klingeltasters automatisch geöffnet werden können.
Durch den Einsatz einer automatischen Türöffnersteuerung Modell 750 kann dies realisiert werden. Der Besucher klingelt und löst dadurch, bei eingeschalteter Automatik, eine zeitverzögerte Auslösung des Türöffners aus. Dabei kann sowohl die Wartezeit bis zur Auslösung des Elektro-Türöffners als auch die Bestromungszeit des Türöffners eingestellt werden. Wird die Steuerung ausgeschalten, ist die normale Türöffnerfunktion wieder hergestellt
- Bei welchem Elektrotüröffner ist ein Stromimpuls ausreichend, damit dieser bis zum einmaligen Öffnen der Türe entriegelt bleibt?
Elektrotüröffner mit Arretierungsfunktion (2er-Typen, z.B. die Modelle 26W, 27, 128, 126 usw.). Im bestromten Zustand und bei geschlossener Türe wird der Arretierungsstift in der Mitte der Türöffnerfalle eingedrückt. Der Türöffner bleibt solange entriegelt, bis der Arretierungsstift beim Öffnen der Türe ausschließt.
- Bei welchen Türöffnern können Einbautoleranzen ausgeglichen werden?
Hierzu existieren zwei Möglichkeiten, welche nicht miteinander kombinierbar sind: 1. Die Fix-Verstellung ermöglicht ein Verstellen und Fixieren des Türöffners um insgesamt 4 mm durch horizontale Langlöcher im Schließblech. Die Kombination mit Winkelschließblechen und Schloßfallenführung ist nicht möglich. 2. Bei der Fafix-Verstellung erfolgt die Justierung über die Verschiebung des Aufschraubstückes auf der Türöffnerfalle um insgesamt 3 mm. Weitere Verstellmöglichkeiten sind hier über die Verwendung unterschiedlicher Aufschraubstücke mit nach innen bzw. außen verschobenem Falleneingriff gegeben.
- Der Elektrotüröffner gibt nur frei, wenn die Tür entgegen der Öffnungsrichtung in die Türdichtung gedrückt wird.
Sind Türen mit einer Türdichtung ausgestattet, ist aufgrund der durch die Dichtung auf das Türblatt aufgebrachten Rückstellkraft mit einer Vorlast auf der Türöffnerfalle zu rechnen. Diese Vorlast verhindert bei Türöffnern, die mit Gleichstrom entriegelt werden, ein sicheres Entriegeln der Schloßfalle und beeinträchtigt so die Öffnungsfunktion des Türöffners. Bei derartigen Türen sind die Türöffner mit Wechselstrom zu bestromen. Dadurch kann ein Standardtüröffner bis zu einer max. Fallenvorlast von 80 N entriegeln.
- Die Arretierung oder Rückmeldung funktioniert nicht?
Für die korrekte Funktion der Arretierung wie auch der Rückmeldung ist ein Falleneingriff von mindestens 9 mm (Elektrotüröffner mit Fafix-Verstellung 5mm) notwendig. Bei geringerem Falleneingriff ist ein vollständiges Eindrücken des Arretierungsstiftes oder des Schiebers für die Rückmeldung nicht gegeben. Der Mikroschalter kann nicht schalten bzw. der Arretierungsstift nicht arretieren.
- Eine Eingangstüre soll bei Stromausfall freigegeben werden. Welcher Elektrotüröffner kann verwendet werden?
Elektrotüröffner mit Ruhestromfunktion (3er-Typen, z.B. die Modelle 36W, 37, 342, 343, 138 usw.) sind bei Stromausfall entriegelt. Zum Verriegeln der Tür muß der Elektrotüröffner bestromt werden. Wird der Strom abgeschalten oder durch Stromausfall unterbrochen ist der Elektrotüröffner entriegelt. Aus technischen Gründen ist nur ein Gleichstrombetrieb möglich. Achtung: An elektrische Verriegelungen von Türen in Rettungswegen werden weitergehende Anforderungen gestellt, die nur durch speziell dafür entwickelte Systeme erfüllt werden.
- Mit welchen Elektrotüröffnern ist die Auswertung der Türstellung möglich?
Elektrotüröffner mit dem Zusatz RR in der Modellbezeichnung besitzen einen integrierten Wechselkontakt, der auf Falleneingriff und somit auf Tür "offen" bzw. "geschlossen", detektiert. Der Kontakt ist potentialfrei und bis zu einer Schaltspannung von 25 V und einem Schaltstrom von 1 A belastbar.
- Was bedeutet die Angabe 1.9 oder 01.09 auf dem Typenschild eines effeff-Produktes?
Diese Angabe bezeichnet das Produktionsdatum. Bei Typenschildern mit Barcodemarkierung steht die Zahl vor dem Punkt für den Monat und die Zahl hinter dem Punkt für das Jahr z.B. 01.09 entspricht Januar 2009. Typenschilder ohne Barcodemarkierung bezeichnen mit der ersten Ziffer das Quartal und mit der zweiten Ziffer das Jahr. Unser Beispiel (1.9) entspricht dem 1.Quartal 2009.
- Welche Türöffner dürfen in Feuerschutztüren eingebaut werden?
Prüfzeugnisse des Materialprüfungsamtes Nordrhein-Westfalen liegen zur Modellreihe 131, 142U, 143 und 118F vor. Der Einbau dieser Türöffner darf nur bei der Produktion der Feuerschutztür erfolgen. Ein nachträglicher Einbau hat den Verlust der Zulassung zur Folge. Beachten Sie bitte die Mitteilungen des Instituts für Bautechnik.
- Welche Türöffner dürfen in Rauchschutztüren verwendet werden?
Unsere Türöffner der Baureihe 118S und 111U. Diese Baureihen haben eine Zulassung des MPA für Rauschschutztüren.
- Welche Türöffner sind geeignet für schräge Türfälze?
Türöffner mit schrägem Flach- oder Lappenschließblech sind erforderlich, wenn die Stirnseite des Türblattes abgeschrägt ist. Der Stulp des Elektro-Türöffners ist dabei immer zur Bandseite hin abgeschrägt. Die Bezeichnung der Tür- und Stulpschrägen erfolgt durch Nummern. Diese Nummernangaben entsprechen Schrägen in mm, bezogen auf eine Tür mit 45 mm Türblattstärke. Bei abweichenden Türdicken muß die Gradzahl der Tür schräge an der Tür abgenommen werden und dann der Schrägennummer zu geordnet werden.
- Welche Türöffner sind in Verbindung mit einer Zutrittskontrolle einsetzbar?
Bei elektronischen Geräten wie z.B. bei Türcodeanlagen ist es notwendig, elektrische Störimpulse von der Elektronik fernzuhalten. Wir empfehlen deshalb, die spezielle Verwendung von Türöffnern mit integrierter Freilaufdiode. Diese Türöffner sind mit der Endung 05 gekennzeichnet. Der Betrieb dieser Türöffner ist nur im Gleichspannungsbetrieb, entsprechend der Nennspannung möglich. Um in Verbindung mit einer Zutrittskontrollanlage eine entsprechende Sicherheit und Funktionalität erreichen zu können, ist es bei den meisten Anlagen sinnvoll, Türöffner mit Rückmeldekontakten (RR) einzusetzen.
- Welcher Bestellzusatz muss angegeben werden, dass der Elektrotüröffner einen Hebel für die mechanische Entriegelung hat?
Der Bestellzusatz "E" bezeichnet die mechanische Dauerentriegelungsfunktion. Diese Zusatzausrüstung ist nur bei Arbeitsstromtüröffnern, mit Ausnahme von Sicherheitstüröffnern, möglich. Anstelle des Entriegelungshebels wird bei wassergeschützten oder Pendeltüröffnern eine Stellschraube verwendet. Die Ausstattung der Tür mit einem zusätzlichen Türschließer verhindert, dass die Tür, durch Winddruck oder Luftdruckunterschiede aufgestoßen, offen stehen bleibt.
- Welcher Elektrotüröffner ist bei Stromausfall verriegelt?
Elektrotüröffner mit Arbeitsstromfunktion (1er-Typen, z.B. die Modelle 118, 116, 16w, 142U, 143 usw.) sind bei Stromausfall verriegelt. Die Tür kann nur während der Bestromungszeit des Elektrotüröffners geöffnet werden. Bei Wechselstrombestromung ist dabei das typische Summgeräusch hörbar. Eine Gleichstrombestromung führt zu keinem Summton. Grundsätzlich ist der Elektrotüröffner für einen Momentkontakt, wie bei der Freigabe durch einen Türöffnertaster üblich, ausgelegt.
- Wie bestimme ich die DIN-Angabe links oder rechts?
DIN-Tabelle Faustregel: Die Tür wird von der Seite betrachtet, auf der die Türbänder sichtbar sind. Das ist also die Seite, nach der sie geöffnet wird. Türbänder links = DIN links Türbänder rechts = DIN rechts.
Für Winkelschließbleche ist die DIN Angabe i.d.R. erforderlich.
- Wie kann die unberechtigte Benutzung von Türen im Verlauf von Rettungswegen verhindert werden?
Mit Rettungswegverriegelungen, die einen Eignungsnachweis einer sachverständigen Stelle führen dürfen, solche Türen elektrisch verriegelt werden. effeff bietet dazu eine breite Palette an Verriegelungsteilen (Haftmagnete und spezielle Fluchttüröffner) sowie Steuergeräte und Türterminals mit integrierten Notschaltern an. Neu sind die Kompakt-Steuerterminals, die bei geringem Installationsaufwand höchste Funktionalität bieten. Die Inbetriebnahme sowie die vorgeschriebene jährliche Prüfung muß durch "sachkundige Personen" erfolgen.
- Wie kann eine Tür über Zeitschaltuhr oder Schalter dauerbegehbar geschaltet werden ?
Der Bestellzusatz eE bezeichnet elektrisch dauerbestrombare Türöffner. Um das türöffnertypische Summgeräusch zu verhindern, wird mit Gleichspannung dauer-bestromt. Soll Sprechanlagenbetrieb mit Summgeräusch und geräuschlose Dauerentriegelung kombiniert werden kann das Umschaltgerät Modell 7410-10 verwendet werden. Ausführungen in 8 V eE, 12 V eE und 24 V eE stehen zur Verfügung.
- Wodurch kommt das Summgeräusch eines Elektro-Türöffners zustande und wie kann dieses Geräusch abgestellt werden?
Jeder Arbeitsstrom-Türöffner verursacht bei der Bestromung mit Wechselspannung das türöffnertypische Summgeräusch. Dieses Summen ist im allgemeinen, aufgrund seiner Signalwirkung, erwünscht. Dabei ist die Lautstärke meist an der unteren Grenze des zulässigen Nennspannungsbereichs am größten. Abhängig von den jeweiligen baulichen Verhältnissen kann dieses Summgeräusch eine Geräuschbelästigung darstellen. Eine Minderung der Geräuschbelästigung an ihrem Entstehungsort ist nur begrenzt möglich. Bei Türkonstruktionen aus Rohrprofilen können z.B. die betreffenden Profilkammern ausgeschäumt werden. Abhilfe schafft die Ansteuerung des Türöffners mit Gleichspannung, wobei die Signalwirkung nicht mehr vorhanden ist und eventuell auftretende Fallenvorlast die Öffnungsfunktion beeinträchtigen kann.